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Die böse Königin – von Stiefmüttern und und anderen Hexen

Blogtour „Silver Crown“

Jeder kennt sie, die gemeinen Stiefmütter (Cinderella, Frau Holle), die bösen Königinnen (Schneewittchen) und Hexen (Arielle). Es gibt fast kein Märchen ohne Sie. Trotz ihrer Intrigen, Gemeinheiten und bösen Absichten sind diese Figuren aus den Märchen nicht wegzudenken. Man könnte auch sagen, dass Frauen eindeutig die besseren Bösewichte abgeben. Denn sie sind gemeiner, gerissener und hinterlistiger als Männer (und manchmal auch einfach intelligenter).

Wir kennen den typischen Verlauf eines Märchen. Es gibt eine Heldin, die ihren Prinzen findet, eine Probe bestehen muss und am Ende gegen einen Bösewicht kämpft. Und in all diesen Märchen siegt das Gute über das Böse.

Warum brauchen wir böse Stiefmütter und dunkle Königinnen? Warum gibt es die Bösen überhaupt? In den Märchen ist es oft die Machtgier, Eifersucht und Verzweiflung. In Cinderella habe wir Lady Tremaine, sie erniedrigt Aschenputtel da sie möchte, dass ihre Töchter Aufmerksamkeit bekommen. Sie denkt, ihre beiden Töchter haben diese verdient. Oft steckt noch so viel mehr hinter diesen ganzen Charakteren, nur erfahren wir es nicht wirklich. Für uns Leser ist diese Person böse und wir hoffen, dass die jeweilige Heldin über Sie siegt. 

Ursula, die böse Königin oder auch Lady Tremaine gehen, machmal sprichwörtlich, über Leichen. Wir kennen alle den Jäger und den vergifteten Apfel aus Schneewittchen. Doch so verwerflich ihre Taten sind, werden die Bösewichte auch gebracht. Der Held oder die Heldin wachsen an ihren Aufgaben, werden stärker und wir Leser lernen dabei. Jedes Märchen hat am Ende immer eine Moral und ohne die ganzen bösen Charaktere würde es diese nicht geben. Auch braucht man immer ein Gegengewicht. Das Gute kann es nicht ohne das Böse geben.

In Silver Crown begegent Emilia das erste Mal ihrer Stiefmutter Oktavia. Diese verkörpert, den Märchentyp der bösen Stiefmutter. Sie giert nach Macht und hat Angst um ihre Position am Hofe. Diese beiden Dinge sind schon, seit es die ersten Märchen gibt, ein Antrieb um Intrigen zu spinnen und den Ruf der Zielperson zu ruinieren. Emilia ist für Oktavia ein Ärgernis, eine Rivalin. Sie lässt nichts unversucht um Emilia zu verdeutliche, warum diese nicht an den Hof, geschweige in das Leben einer Prinzessin passt. Wie auch unsere Märchenhelden muss Emilia über sich selbst hinauswachsen und sich nicht von ihrer Stiefmutter unterbuttern lassen. In Band eins der Forbidden Royal Reihe baut sie die Spannung zwischen den beiden schon sehr auf und man darf gespannt sein, wie sich alles zwischen Oktavia und Emilia entwickeln wird.

Aber nicht nur in Märchen und Büchern findet man solche Charaktere. Auch im echten Leben gibt es diese. Vielleicht nicht ganz so böse und hinterhältig, aber dennoch passen sie irgendwie in die Rolle. Nehmen wir die europäischen Königshäuser als Beispiel. Viele der Paar mussten kämpfen, um Bürgerliche heiraten zu dürfen. Da war das Böse eher symbolisch und auf das gewohnte und Jahrhundert alte Prokoll bezogen. Dennoch haben dort die typischen Märchenmerkmale gepasst.

Dennoch müssen wir zugeben, ohne diese ganzen tollen Charaktere (Lady Tremaine, Ursula, die böse Königin oder Maleficent) würde in jedem Märchen etwas fehlen. Denn auch Bösewichte können einem ans Herz wachsen. Und es gibt heutzutage auch Filme und Bücher, die beweisen, dass Bösewichte gar nicht so böse sind wie man eigentlich denkt.

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